Mittwoch, 1. Oktober 2025

Die Wegwerfgesellschaft: Konsum ohne Konsequenzen?


















Ein neues Smartphone, weil das alte nicht mehr „cool“ aussieht. Ein T-Shirt, das nach drei Wäschen aus der Form gerät. Eine Kaffeemaschine, die billiger ist, als sie reparieren zu lassen. Willkommen in der Wegwerfgesellschaft – einer Welt, in der Kaufen einfacher geworden ist als Behalten.

Produkte kommen in immer kürzeren Abständen auf den Markt und verschwinden genauso schnell wieder. Kleidung, Elektronik, Lebensmittel – kaum etwas scheint noch für die Ewigkeit gemacht. Warum konsumieren wir immer mehr, obwohl wir längst genug haben?
Expertinnen und Experten nennen gleich mehrere Gründe: Überproduktion, geschicktes Marketing, soziale Erwartungen – und vor allem niedrige Preise. Wenn etwas billig ist, verliert es an Wert. Reparieren lohnt sich kaum, und Trends diktieren, wann etwas „out“ ist.

Doch dieser endlose Kreislauf aus Kaufen und Wegwerfen hat seinen Preis. Die Müllberge wachsen, wertvolle Rohstoffe schwinden, Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Der Klimawandel, das Artensterben und verschmutzte Meere sind keine fernen Bedrohungen mehr – sie sind längst Realität. Auch wirtschaftlich birgt das System Risiken: Wenn Ressourcen knapp werden, steigen die Preise. Ganze Industriezweige könnten ins Wanken geraten, und soziale Spannungen wären die Folge.

Was also tun? Einfache Antworten gibt es nicht – aber klare Richtungen schon. Politische Maßnahmen könnten helfen, etwa Gesetze gegen geplante Obsoleszenz oder Anreize für langlebige Produkte. Bildungsinitiativen und ein bewussterer Konsum könnten zusätzlich Wirkung zeigen. Für die Wirtschaft wäre das ein Paradigmenwechsel: Nicht Quantität, sondern Qualität zählt. Nachhaltigkeit wird zum neuen Maßstab des Erfolgs.

Und wir als Konsumentinnen und Konsumenten? Auch wir haben Macht. Wenn wir nur noch das kaufen, was wir wirklich brauchen, verändern wir den Markt – und letztlich auch unser Denken über Wohlstand und Lebensqualität. Weniger Abfall, saubere Luft, gesündere Ozeane – das klingt nach Utopie, ist aber erreichbar.

Die Erde zeigt uns längst, dass sie an ihre Grenzen stößt. Noch können wir umsteuern. Die Frage ist nur: Wie lange wollen wir noch warten, bis aus Bequemlichkeit ein irreversibler Schaden wird?

Freitag, 26. September 2025

Autokratien auf dem Vormarsch – Demokratien unter Druck











Das weltweite Machtgefüge verschiebt sich spürbar. Autoritäre Regime treten selbstbewusst auf, während Demokratien zunehmend ins Wanken geraten. Internationale Indizes wie der Freedom House Report oder der Democracy Index bestätigen seit Jahren denselben Trend: Die autoritäre Versuchung gewinnt an Boden, während die Strahlkraft der liberalen Ordnung abnimmt.

Autokratien greifen dabei auf ein altbewährtes Arsenal zurück: staatlich gesteuerte Propaganda, gezielt geschaffene wirtschaftliche Abhängigkeiten und immer ausgefeiltere digitale Überwachungssysteme. Mit diesen Instrumenten inszenieren sie ein Bild von Stärke, Handlungsfähigkeit und Stabilität. Sie präsentieren sich als effiziente Alternative zu jenen Demokratien, die im öffentlichen Diskurs gerne als „zerstritten“ oder „paralysiert“ beschrieben werden. Das Narrativ ist simpel, aber wirkungsvoll: Während Demokratien endlos debattieren, setzen Autokraten Entscheidungen um.

Tatsächlich lässt sich nicht leugnen, dass Demokratien unter Druck stehen. Polarisierte Gesellschaften, ein wachsender Vertrauensverlust in Institutionen sowie zögerliche Antworten auf technologische und geopolitische Umbrüche verstärken den Eindruck einer Ordnung, die in Selbstbeschäftigung erstarrt, während die Krisen der Welt sich verschärfen. Genau diese Schwächen nähren das autoritäre Versprechen und lassen den Vergleich zu Ungunsten demokratischer Systeme ausfallen.

Doch die eigentliche Gefahr liegt weniger im Aufstieg der Autokratien selbst als im Erosionseffekt nach innen: im Zweifel der Bürgerinnen und Bürger an der eigenen demokratischen Ordnung. Wenn Demokratie vor allem als träge, unfähig oder handlungsunwillig wahrgenommen wird, entsteht ein Vakuum, das autoritäre Modelle mit Leichtigkeit füllen können.

Die entscheidende Frage lautet also: Wie kann die Demokratie ihre Überzeugungskraft zurückgewinnen? Sie muss nicht makellos sein, aber sie muss sichtbar funktionieren. Sie muss zeigen, dass Freiheit, Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit keine Hindernisse, sondern entscheidende Stärken in einer Welt des Umbruchs sind. Demokratische Systeme überzeugen nicht durch polierte Fassaden, sondern durch ihre Alltagstauglichkeit – durch das konkrete Erleben von Sicherheit, Gerechtigkeit und Mitgestaltung.

Erst wenn Demokratien diesen Beweis erneut antreten und Vertrauen zurückerlangen, verliert das autoritäre Versprechen an Glanz. Dann zeigt sich, dass die eigentliche Stärke nicht im schnellen, unkontrollierten Handeln liegt, sondern in einer Ordnung, die ihre Legitimität aus der Zustimmung ihrer Bürger schöpft – und damit am Ende nachhaltiger, robuster und widerstandsfähiger ist als jede Autokratie.

Donnerstag, 7. August 2025

Die zerbrechliche Ordnung – Ein Essay über unsere Weltpolitik im Wandel

 

Prolog: Die Risse in der Fassade

Wir leben in einer Zeit, in der der Welt der Boden unter den Füssen zu entgleiten scheint. Die Nachrichten sind voll von Krisen: Kriege, Populismus, Klimakatastrophen, autoritäre Regime auf dem Vormarsch. Die Weltordnung, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg und verstärkt nach dem Kalten Krieg aufgebaut wurde, beginnt zu bröckeln – unter dem Gewicht geopolitischer Umbrüche, wirtschaftlicher Unsicherheit, technologischer Überforderung und eines globalen Vertrauensverlusts. Doch was steckt wirklich hinter dem Gefühl, dass unsere Zeit aus den Fugen geraten ist?

Die Illusion der Stabilität

Lange Zeit schien es, als sei die liberale Demokratie das „Ende der Geschichte“, wie es der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama nach dem Fall der Sowjetunion formulierte. Demokratie, Marktwirtschaft, Menschenrechte – das waren die Eckpfeiler einer scheinbar universellen Weltordnung. Doch diese Vorstellung war trügerisch. Sie übersah die Spannungen, die sich unter der Oberfläche aufbauten: die Ungleichverteilung des Wohlstands, die Entfremdung weiter Teile der Bevölkerung von der Politik, die kulturelle Fragmentierung, die sich durch Globalisierung und Migration verschärfte.

Diese Spannungen sind heute unübersehbar. Staaten wie die USA oder Großbritannien sind tief gespalten. Der Angriff Russlands auf die Ukraine markierte 2022 nicht nur einen Bruch des Völkerrechts, sondern auch das Ende einer Ära der sicher geglaubten Friedensordnung in Europa. Und in China wächst unter Xi Jinping ein autoritäres Modell heran, das gezielt als Gegenentwurf zur westlichen Demokratie präsentiert wird.

Der Aufstieg der starken Männer

Trump, Putin, Xi, Netanjahu, Orban, Erdogan – sie stehen exemplarisch für eine neue politische Realität: das Wiedererstarken autoritärer Führungsstile in einer Welt, die sich nach Orientierung und Kontrolle sehnt. Ihre Rezepte ähneln sich frappierend: Nationalismus, Feindbilder, Kontrolle der Medien, Schwächung der Justiz und Mobilisierung über Angst.

Dabei sind diese Führer nicht die Ursache, sondern das Symptom einer tiefer liegenden Krise. Sie spiegeln eine gesellschaftliche Sehnsucht wider nach einfachen Antworten in einer komplexen Welt. In Zeiten globaler Überforderung – durch Digitalisierung, Migration, Klimakrise – erscheint die Rückkehr zu autoritärer Klarheit für viele als verlockend. Die Demokratie wirkt dagegen oft langsam, zerstritten, kompromissgetrieben – ein Nachteil in einer Welt, die nach raschen Lösungen schreit.

Die Erosion der Demokratie

Der weltweite Trend zur Autokratisierung ist alarmierend. Laut dem V-Dem-Institut (Varieties of Democracy) erleben wir seit Jahren einen Rückgang demokratischer Standards weltweit. Selbst in etablierten Demokratien wie den USA oder Indien geraten Gewaltenteilung, Pressefreiheit und freie Wahlen unter Druck.

Die Demokratie steht also nicht nur von aussen unter Beschuss, sondern zerfällt vielerorts von innen. Die Gründe sind vielfältig:

  • Ökonomische Ungleichheit, die zu sozialem Frust führt.

  • Eine Politik, die sich oft in Elitenrhetorik verliert.

  • Eine digitale Öffentlichkeit, die weniger informiert als polarisiert.

  • Und nicht zuletzt: eine tief sitzende Angst vor Kontrollverlust in einer sich rasend schnell verändernden Welt.

Die Klimakrise – der vergessene Sturm

Während sich die Weltpolitik mit Machtspielen beschäftigt, rast ein viel grösserer Sturm auf uns zu: die Klimakatastrophe. Die Erde erwärmt sich in einem Tempo, das alle bisherigen Vorhersagen übertrifft. Die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Extremwetter zerstört Existenzen. Und dennoch gelingt es kaum, politische Mehrheiten für radikale Kurswechsel zu gewinnen.

Warum? Weil die Logik der Demokratie – kurzfristige Wahlerfolge – oft im Widerspruch steht zur Logik der Nachhaltigkeit – langfristiges Denken. Die Klimakrise ist das Paradebeispiel für das Versagen politischer Systeme, sich auf das einzulassen, was jenseits der nächsten Wahlperiode liegt.

Die Verführung der Rechten

Inmitten dieser Krisen florieren populistische und rechtsradikale Bewegungen. Sie geben sich als Retter der „einfachen Leute“, bedienen Ängste und nostalgische Sehnsüchte nach einer überschaubaren, homogenen Welt. Ihre Erzählung ist verführerisch simpel: Schuld sind „die Anderen“ – Migranten, Eliten, Feministen, Wissenschaftler.

Was sie anbieten, ist nicht Lösung, sondern Entlastung. Die Verlockung liegt in der Entlastung vom Denken, vom Zweifeln, vom Aushalten von Komplexität. In einer Zeit der permanenten Überforderung wirkt dieser mentale Kurzschluss für viele wie eine Befreiung – auch wenn er die Freiheit langfristig zerstört.

Zwischen Hoffnung und Kollaps – Zukunftsszenarien

Wie wird die Zukunft aussehen? Niemand weiss es. Doch die Weichen stellen wir heute.

Im besten Fall gelingt uns ein globales Umdenken: Wir stärken demokratische Strukturen, überwinden die Spaltung durch Bildung und Empathie, und handeln entschlossen gegen die ökologische Zerstörung. Technologien werden dabei als Werkzeuge genutzt, nicht als Ersatz für Menschlichkeit.

Im schlimmsten Fall erleben wir eine Welt im permanenten Ausnahmezustand: Klimakrisen, Massenmigration, autoritäre Systeme, digitale Überwachung, Verteilungskriege um Wasser und Nahrung. Eine Dystopie, die sich schleichend verwirklicht.

Was bleibt: Die Verantwortung jedes Einzelnen

In dieser ungewissen Welt gibt es keinen Platz für Zynismus, aber auch keinen für naive Hoffnung. Wir müssen beides aushalten: die Dunkelheit der Gegenwart und die Möglichkeit einer anderen Zukunft. Demokratie ist kein Naturgesetz – sie lebt von Menschen, die sich einmischen, widersprechen, aufklären, handeln.

Die Welt ist komplex – aber das ist kein Grund, sie den Vereinfachern zu überlassen.

Epilog

Die Frage, wie unsere Welt in Zukunft aussieht, ist letztlich eine Frage nach dem Mut – zum Denken, zum Zweifeln, zum Handeln. Der Zerfall der alten Ordnung ist nicht das Ende. Er ist vielleicht der Anfang von etwas Neuem.

Doch dafür braucht es dich. Und uns alle. 

Dienstag, 5. August 2025

Einfach mal alles liegen lassen – Warum Pausen so wichtig sind



Kennst du das Gefühl, ständig produktiv sein zu müssen? Termine, E-Mails, Projekte, To-do-Listen – der Alltag vieler Berufstätiger und Unternehmer:innen ist vollgepackt. Dabei übersehen wir oft, wie wertvoll es sein kann, bewusst nichts zu tun. Ja, richtig gelesen: Nichts. Kein Handy, kein Multitasking, kein „Nur kurz die Mails checken“.

In einer Welt, die sich immer schneller dreht, wirkt das „Nichtstun“ fast wie ein Tabubruch – dabei ist es genau das, was Körper und Geist dringend brauchen. Hier sind 5 gute Gründe, warum du öfter mal alles liegen lassen solltest:


🧠 1. Das Gehirn braucht Pausen, um effektiv zu arbeiten

Unser Gehirn ist keine Maschine. Es braucht Zeiten der Ruhe, um Informationen zu verarbeiten, Eindrücke zu sortieren und kreative Verknüpfungen herzustellen. Studien zeigen: Die besten Ideen entstehen oft in Momenten des Leerlaufs – beim Spazierengehen, beim Tagträumen oder einfach auf dem Sofa.


❤️ 2. Pausen helfen, Stress abzubauen

Dauerstress schadet nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Leistungsfähigkeit. Wer sich regelmässig Auszeiten gönnt, unterstützt den eigenen Körper dabei, Stresshormone abzubauen, den Puls zu senken und zur Ruhe zu kommen. So beugst du Erschöpfung und sogar Burnout aktiv vor.


🔋 3. Mehr Energie und bessere Konzentration

Ohne Pausen sinkt unsere Produktivität. Wir machen mehr Fehler, verlieren den Fokus und arbeiten ineffizient. Regelmässige Erholungsphasen – auch kurze – helfen dabei, die Batterien wieder aufzuladen und mit klarem Kopf weiterzumachen.


🧘 4. Nichtstun bringt Klarheit

In der Stille liegt oft die Lösung. Wenn du dir erlaubst, einfach mal alles liegen zu lassen, schaffst du Raum für Reflexion. Was ist wirklich wichtig? Welche Aufgaben haben Priorität? Solche Fragen klären sich oft nicht im Aktionismus, sondern in der Ruhe dazwischen.


🌱 5. Kreativität entsteht im Leerlauf

Kreative Prozesse brauchen Freiraum. Künstler:innen, Entwickler:innen und Unternehmer:innen berichten immer wieder, dass ihre besten Ideen nicht am Schreibtisch, sondern in der Badewanne, beim Kochen oder Spazierengehen entstanden sind. Der Kopf braucht Langeweile, um neu zu denken.


Fazit: Weniger tun. Mehr erreichen.

„Einfach mal nichts tun“ ist keine Zeitverschwendung – im Gegenteil. Es ist eine Investition in deine Gesundheit, deine Klarheit und deine kreative Kraft. Wer sich regelmässig erlaubt, loszulassen und innezuhalten, arbeitet nachhaltiger, fokussierter und oft sogar erfolgreicher.

Probier’s aus: Lass heute mal ganz bewusst etwas liegen. Du wirst sehen – die Welt dreht sich weiter. Und du vielleicht ein bisschen gelassener mit ihr. 

Dienstag, 14. Januar 2025

Kann Künsliche Intelligenz (KI) die Demokratie gefährden?

Ja, Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, die Demokratie zu gefährden, wenn sie unreguliert oder missbräuchlich eingesetzt wird. Die Risiken sind vielfältig und können sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene erhebliche Auswirkungen haben. Hier sind einige der Hauptgründe, warum KI eine Bedrohung für die Demokratie darstellen könnte:  

Manipulation von Informationen  

  • Fake News und Desinformation: KI kann verwendet werden, um gefälschte Nachrichten, Deepfakes und andere manipulative Inhalte zu erstellen, die darauf abzielen, öffentliche Meinungen zu beeinflussen oder Verwirrung zu stiften.  
  • Mikrotargeting: Mit Hilfe von KI können gezielte politische Botschaften an spezifische Bevölkerungsgruppen ausgespielt werden, basierend auf deren Online-Verhalten und persönlichen Daten. Dies kann die öffentliche Meinung auf eine Weise verzerren, die Transparenz und Fairness untergräbt.  

Polarisierung und Radikalisierung 

  • Echokammern und Filterblasen:Algorithmen, die Inhalte personalisieren, fördern oft extreme Ansichten, da sie darauf abzielen, die Nutzerbindung zu erhöhen. Dies kann zu einer stärkeren gesellschaftlichen Spaltung führen.  
  • Verstärkung extremer Inhalte: KI-Systeme könnten unwissentlich radikale Inhalte bevorzugen, da diese oft mehr Aufmerksamkeit generieren als gemäßigte Perspektiven.  

Wahlbeeinflussung 

  • Automatisierte Kampagnen: KI-gestützte Bots können dazu verwendet werden, Debatten in sozialen Medien zu dominieren oder den Eindruck einer breiten Unterstützung für bestimmte Ansichten zu erwecken.  
  • Manipulation der Wähler: KI-Modelle können verwendet werden, um die Wahlentscheidung von Bürgern vorherzusagen und gezielt zu beeinflussen, was die Integrität freier und fairer Wahlen gefährden könnte.  

Überwachung und Unterdrückung 

  • Massenüberwachung: KI kann verwendet werden, um Bürger durch Gesichtserkennung, Bewegungsanalysen und andere Technologien zu überwachen, was die Privatsphäre gefährdet und die Freiheit einschränkt.  
  • Autoritäre Kontrolle: Autoritäre Regierungen könnten KI nutzen, um Dissidenten zu identifizieren, Proteste zu unterdrücken und die Meinungsfreiheit einzuschränken.  

Erosion von Vertrauen

  • Misstrauen in Institutionen: Wenn KI-Systeme nicht transparent oder nachvollziehbar sind, könnte dies das Vertrauen der Bürger in staatliche Institutionen und demokratische Prozesse weiter untergraben.  
  • Verlust von Wahrheit: In einer Welt, in der KI Inhalte endlos manipulieren kann, könnte es zunehmend schwieriger werden, zwischen wahr und falsch zu unterscheiden, was die Grundlage für fundierte demokratische Entscheidungen gefährdet.  

Wie können diese Risiken gemindert werden? 

  • Regulierungen: Klare Gesetze und Richtlinien zur Nutzung von KI in sensiblen Bereichen wie Wahlen und öffentlicher Meinungsbildung.  
  • Transparenz: Unternehmen und Regierungen sollten offener darlegen, wie KI eingesetzt wird und welche Daten sie verwendet.  
  • Bildung und Aufklärung: Bürger sollten befähigt werden, KI-generierte Inhalte kritisch zu hinterfragen und Falschinformationen zu erkennen.  
  • Ethik und Verantwortung: KI-Entwickler müssen ethische Standards einhalten und sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein.  

Fazit

KI ist nicht von Natur aus antidemokratisch, aber ihr Missbrauch kann demokratische Werte und Prozesse gefährden. Es liegt an uns, sicherzustellen, dass sie verantwortungsvoll und zum Wohle aller eingesetzt wird. Was sind deine Gedanken dazu?

Angst vor Künstliche Inteligenz (KI)?


Die Angst vor Künstlicher Intelligenz (KI) ist ein vielschichtiges Thema, das aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann. Hier einige mögliche Gründe, warum Menschen Angst vor KI haben könnten:

1. Jobverlust und wirtschaftliche Unsicherheit

Viele Menschen befürchten, dass KI ihren Arbeitsplatz ersetzen könnte, insbesondere in Bereichen wie Produktion, Logistik, Kundenservice oder sogar im kreativen Bereich. Die Sorge um die eigene finanzielle Sicherheit und den Verlust menschlicher Arbeitskraft ist nachvollziehbar.  

2. Kontrollverlust  

Die Vorstellung, dass KI-Systeme irgendwann so autonom werden könnten, dass sie sich unserer Kontrolle entziehen, erzeugt Unbehagen. Science-Fiction-Filme und -Bücher verstärken oft dieses Bild von KI, die sich gegen ihre Schöpfer wendet.  

3. Datenschutz und Überwachung  

KI wird oft in Verbindung mit der Sammlung und Analyse großer Datenmengen gesehen. Dies führt zu Sorgen über Datenschutzverletzungen, Überwachung und den Missbrauch sensibler Informationen.  

4. Mangelndes Verständnis 

Viele Menschen haben wenig Wissen darüber, wie KI funktioniert. Dies kann dazu führen, dass KI als "Blackbox" wahrgenommen wird – eine Technologie, die unvorhersehbar oder unverständlich ist. Unbekanntes wirkt häufig bedrohlich.  

5. Ethik und Verantwortung  

Es gibt berechtigte Fragen zur ethischen Nutzung von KI: Wer trägt die Verantwortung, wenn KI-Systeme Schaden anrichten? Wie stellen wir sicher, dass KI fair und unvoreingenommen bleibt?  

6. Existentielle Risiken  

Einige Menschen und Experten (z. B. Elon Musk oder Stephen Hawking) haben in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass eine superintelligente KI theoretisch eine Bedrohung für die Menschheit darstellen könnte, wenn sie nicht richtig kontrolliert wird.  

7. Veränderung und Anpassung

Jede technologische Revolution bringt Veränderungen mit sich, die Menschen zwingen, sich anzupassen. Diese Unsicherheit kann Ängste und Widerstand hervorrufen, selbst wenn die Technologie positive Auswirkungen hat.  

Wie können wir mit dieser Angst umgehen? 

  • Aufklärung und Transparenz: Bildung und ein besseres Verständnis der Technologie können viele Missverständnisse ausräumen.  
  • Regulierungen: Klare ethische und rechtliche Rahmenbedingungen können Vertrauen schaffen.  
  • Offener Dialog: Gesellschaftliche Diskussionen über die Chancen und Risiken von KI sind essenziell.  
  • Fokus auf Zusammenarbeit: KI sollte als Werkzeug verstanden werden, das Menschen unterstützt, anstatt sie zu ersetzen.  

Wie denkst du über die Rolle von KI in unserer Gesellschaft? 😊

Montag, 13. Januar 2025

Der Unterschied zwischen Reaktionsmodus und Gestaltungsmodus

 

Bestimmt kennst du das Gefühl: Dein Tag besteht nur aus «Feuerlöschen».


Mails, dringende Anfragen, spontane Probleme – du reagierst, springst von einer Aufgabe zur nächsten und am Ende des Tages fragst du dich: Was habe ich eigentlich wirklich erreicht?
Damit bist du nicht allein.
Viele Menschen befinden sich im Reaktionsmodus – immer beschäftigt, aber ohne das Gefühl, wirklich etwas zu bewegen. Dabei steckt in jedem von uns das Potenzial eines Gestalters – jemand, der aktiv lenkt, seine Ziele verfolgt und die Dinge selbst in die Hand nimmt.


Der Unterschied zwischen Reaktionsmodus und Gestaltungsmodus


Reaktionsmodus

  • Handelt impulsiv und reaktiv, oft unter Druck.
  • Lässt sich von äusseren Umständen leiten und passt sich an.
  • Fühlt sich am Ende des Tages ausgelaugt, weil er oder sie ständig «hinterherhinkt».

Gestaltungsmodus

  • Setzt klare Prioritäten und gestaltet aktiv.
  • Ergreift die Initiative und formt seine eigene Realität.
  • Geht mit einem Gefühl der Erfüllung ins Bett.
Spannend, oder? Die Begriffe «Reaktionsmodus» und «Gestaltungsmodus» zeigen, wie ein Wechsel der Perspektive bereits einen Unterschied macht: Vom reinen Reagieren hin zum bewussten Gestalten.

Wie du vom Reaktionsmodus in den Gestaltungsmodus kommst

Der erste Schritt ist das Bewusstsein: In welchen Momenten reagierst du nur?
Dann probiere Folgendes:
  • Pause statt Reaktion: Bevor du impulsiv handelst, nimm dir einen Moment, atme tief durch und reflektiere.
  • Die richtige Frage stellen: Statt «Wie soll ich darauf reagieren?» frage dich: «Was möchte ich wirklich erschaffen?»
  • Bewusst nein sagen: Trenne dich von Dingen, die nicht zu deinen Zielen passen.
  • Visionen schaffen: Je klarer du dir dein Leben vorstellst, desto gezielter kannst du es gestalten.

Mein Impuls für dich: Eine Challenge für die nächste Woche

Stelle dir an jedem Morgen diese Frage:
«Was möchte ich heute gestalten?»
Und lass dich davon nicht abbringen - weder durch äussere Umstände noch durch die Hektik des Alltags. Vielleicht denkst du: «Ups, ich muss heute noch so viel erledigen. Ich fange morgen damit an».
Genau das ist der perfekte Zeitpunkt, um die Herausforderung anzunehmen.

Denn wenn nicht jetzt, wann dann?

Noch ein Gedanke zum Abschluss


«Das Leben besteht zu 10 % aus dem, was dir passiert, und zu 90 % aus dem, was du daraus gestaltest.»

Abgeleitet aus einem Zitat von Charles R. Swindoll