Ziemlich, meint der US-Schlafstörungsforscher Robert Rosenberg. Denn jemand, der es gewohnt ist, sich beim Klingeln des Weckers noch einmal zehn Minuten Ruhe durch die Schlummertaste zu verschaffen, bringt seinen zirkadianen Rhythmus durcheinander. Das Gehirn weiss also nicht mehr, ob es wach oder müde sein soll. Das wiederum kann zu einer über den Tag anhaltenden Abgeschlagenheit führen.
Allerdings helfe es kaum, die Schlummertaste einfach zu verbannen und Menschen gnadenlos zum Aufstehen zu bewegen. Denn die Unfähigkeit, morgens hurtig aus dem Bett zu hüpfen, sei Folge eines konkreten Problems - eines chronischen Schlafmangels namens Sozial Jetlag.
Ein Grund dafür sieht Rosenberg in regelmässiger und exzessiver Nutzung von Geräten wie Laptop, Handy oder Tablet, da deren blaues Licht die Melatoninproduktion hemmt. Er fordert daher: 90 Minuten vorm Schlafengehen muss Schluss sein mit WhatsApp, Twitter und Co.
GEO 09/2016
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